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Teil 3 | Raumakustik

Die Raumakustik:

Jede Raumakustik erfordert eigene Lösungskonzepte. Betritt der Tonmann den Ort des Geschehens, gibt es ein böses Erwachen, wenn er sich Unerwartetherweise in einem Kellergewölbe befindet und in dieser Location einen geilen Mix zaubern soll. Keine leichte Aufgabe, zumal die Räumlichkeiten gefliest und mit Steinplatten aus­gelegt sind. Vorher gab es keine Absprache. Der routinierte Techniker weiß in diesem Fall sofort, dass er sich dieser Akustik nur vorsichtig nähern darf. Durch die spezielle Raumakustik werden das PA- und das Bühnensignal gnadenlos reflektiert und sich teilweise gegenseitig auslöschen, sodass ein kontrollierter Mix nur schwer zustande kom­men kann. Eine Akustikband mit Gitarre, Klavier, Kontrabass und kleinem Schlagbesteck wird hier eher weniger Probleme haben, da der Sound auf der Bühne hauptsächlich vom Monitor kommt.

Haben wir es allerdings mit einer richtigen Rock Band zu tun, also mit der typischen Besetzung Gesang, Gitarrenballett, Keyboards, Bass und Drums, dann wird es bei kleineren Räumen und Bühnen schon schwierig. Auch Kuppelbauten wie die Messehalle in Frankfurt haben schon so manchen Topact in undefinierbares Rosa Rauschen verwandelt.

Kleine Bühnen:

Oft spielt ihr auf einer winzigen Bühne, die für die Besetzung der Band eigentlich viel zuklein ist. Dadurch seid ihr gezwungen, die Verstärker sehr eng nebeneinander zu stellen. Die Musiker werden nur wenige Meter voneinander entfernt spielen müssen. Und genau hier passie­ren die ersten Fehlen. Jeder wird sein Instrument laut machen, um sich gut zu hören. Der Kollege denkt aber genauso und dreht ebenfalls auf - mit der Konsequenz, dass der Dritte seinen Amp noch mehr aufdreht. Das ist der typische Teufelskreis, der in zu hohe Lautstärken auf der Bühne ausar­ten und dem FOH-Techniker das Leben zur Hölle ma­chen wird - wenn nämlich der Bühnensound in etwa das Lautstärke Niveau der PA im Saal er­reicht. Wer schon mal bei einem Manowar-Konzert vor der Bühne gestanden hat, wird sich an den Wall of Sound erinnern, der von der Bühne kam. Grundsätzlich ist es problematisch, wenn Amps und Instrumente wahllos auf die Bühne gestellt werden und man sich über die Ausrichtung der Backline kaum abspricht, weil alles aus Zeitman­gel schnell gehen muss. Hinzu kommt oft, dass mehrere Bands an diesem Abend auf dieser Bühne spielen werden. Das schafft noch mehr Zeit­druck und nur noch mehr Chaos.

Die Bühnenlautstärke:

Während des Gigs schaukelt sich die Büh­nenlautstärke langsam auf, da jeder Musiker seinen Pegel hochfährt. Die Monitore müssen folglich jeweils für die anderen Musiker auf der Bühne auch immer wieder hochgefahren werden. Am Ende hören wir einen heiser krächzenden Sän­ger verzweifelt nach einem lauteren Monitor schrei­en. Meist unbeachtet vom Tontechniker, der gerade blondierten Brünetten das harte Rock-Business erklärt, bevor er endlich dasschrauben anfängt. Die Stimme des Sängers vernehmen wir ungewollt ver­zerrt mit schön viel Doubling Chours und Hall-Effekt. Rückkopplung sind in diesem Fall garantiert. Der Tontechniker am Pult hat jedoch schon längst aufgegeben und lässt ganz nach buddhistischer Tradition den Dingen ihren Lauf. Das Kind ist spä­testens jetzt in den Brunnen gefallen.

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