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Teil 1 | Sound

Guter Sound:

Guter Sound heißt immer auch Textver­ständlichkeit und Transparenz. Viele Kon­zerte sind tatsächlich aber zu weit davon entfernt, als dass daran zu denken wäre, einmal zuzuhören, worum es im Song eigentlich geht. Wie oft gehen wir nach einem Rockkonzert mit einem Pfeifen in den Ohren nach Hause und är­gern uns über die miesen Soundverhältnisse, die wir erdulden mussten? Und dafür haben wir schließlich auch noch Geld bezahlt.

Schlechter Sound:

Wenn der Sound der Band mies ist, dann sind alle Beteiligten daran schuld. Wie haben wir uns über unseren Bassisten geärgert, der sich immer direkt vor seiner riesigen, ins Publikum dröhnenden Bassboxen stellt und so die FOH-Beschallung einfach mal eben quasi mit übernimmt! So macht er dem FOH-Techniker das Leben unnötig schwer. Und wie war das noch mit dem Gitarristen von der Band nebenan, der seine mangelhafte Geschrammel-Spieltechnik mit Gain ohne Ende kaschierte? Und wenn dein Schlagzeuger glaubt, Dynamik hieße, andauernd möglichst laut zu spielen und euer Keyboarder den Schalter zum Ausschalten von Chorus und Nachhall nicht findet? Dann soll der Tontechniker am schwammigen Soundbild schuld sein?

Der FOH-Techniker wird gerne genauso wie der Monitormann für schlechten Sound verantwortlich gemacht. Mit dieser Meinung kannst du bei der Blondine neben dir sicher punkten, nur wird dies der Sache oftmals nicht gerecht. Nichtsdestotrotz kann aber natürlich auch der Soundmann zum Schweinesound beitragen, durch Unwissenheit und falsche Routinen etwa, oder wenn die PA falsch zusammengestellt und aufgebaut wird.

Lautstärken:

Die meisten Instrumente im Rock-Pop-Be­reich haben über die Jahrzehnte eine Ent­wicklung durchgemacht, in der sie auf ein mög­lichst gutes Durchsetzungsvermögen optimiert worden sind. Man hat Gitarren zuerst mit Stahl­saiten versehen und dann noch eine elektroni­sche Verstärkung hinzugefügt, damit sich die Gi­tarre gegen das Schlagzeug durchsetzen kann. Doch dann wurde die Gitarre zu laut und das Schlagzeug bekam andere Felle, um präsenter und knackiger zu klingen. Auch Basser schraub­ten sich andere Pickups in ihr Instrument, weil auch sie das Gefühl hatten, nicht mehr aus den anderen Instrumenten herauszuhören zu sein. So setzt also der Selbsterhaltungstrieb der einzelnen Musiker immer wieder neue Impulse.

Bassisten haben Möglichkeiten, einen Wall-of-Sound zu kreieren, der Häuser zum Beben bringen kann: Ein Doppelturm mit zwei 8x10er Boxen von Ampeg und die entsprechenden Verstärker sind beeindruckende Argu­mente, um sich Gehör zu verschaffen.

Was dabei vergessen wird ist die Tatsache, dass die Musiker als Band zusammenspielen und einen möglichst guten Gesamtklang zum Zuhö­rer transportieren sollen. Diese Verantwortung für den Gesamtsound schiebt man aber gerne dem Toningenieur zu. Getreu dem Motto: „Der hat schließlich die Ahnung vom Sound. Wir Musiker spielen ja nur.“ Je lauter man jedoch ein Instru­ment macht und umso mehr Durchsetzungsvermögen es haben soll, desto mehr Platz benötigt ein In­strument im Frequenzspektrum. Mehr Obertöne machen einen Klang voller. Mehr Präsenz bekommt man bei etwa 2-7 kHz, der Bereich, bei dem es auf Livekonzerten meistens nur in den Ohren wehtut, weil jeder Musiker mehr Präsenz haben möchte.

Durch die Elektronik hat jedes Instrument heute die Möglichkeit, die anderen Instrumente niederzubügeln. Dies gelingt zum Beispiel be­sonders effektiv beim Einsatz von Distortion-Ef­fekten, die gerade von Gitarristen häufig zu stark eingesetzt werden - oft um über Spielfehler hin­wegzutäuschen. Der Einsatz von Kompressoren oder Mulibandkompressoren auf den einzelnen Instrumenten lässt die Instrumente einerseits lau­ter werden und beschneidet andererseits die Mög­lichkeiten für die anderen Musiker. Lange Ausklingphasen von Instrumenten durch Hall- oder Eigenresonanzen “hallen“ oder “dröhnen“ die anderen Musiker ganz einfach aus dem Weg.

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